Was ist zwingend zu beachten, damit mein Testament wirksam ist?
Das Testament ist das wirksamste Mittel, um den eigenen Nachlass individuell und rechtssicher zu gestalten. Aus ihm spricht auch über den Tod hinaus noch der ausdrückliche Wille einer verstorbenen Person bezüglich der Ordnung ihres Nachlasses. Doch ist leider viel zu oft zu beobachten, dass Testamente wegen einfacher Formfehler unwirksam sind. Dann gilt zwar die nach […]
Was ist eine transmortale Vollmacht?
Eine transmortale Vollmacht gilt sowohl zu Lebzeiten als auch nach dem Tod der Vollmachtgeberin oder des Vollmachtgebers. Sie „überlebt“ den Todesfall und ermöglicht ein nahtloses Handeln ohne Unterbrechung. Damit kann sofort gehandelt werden, etwa bei Bankgeschäften, im Unternehmen oder bei Behörden, ohne auf einen Erbschein warten zu müssen. Besonders in Partnerschaften und Unternehmen ist sie […]
Was ist eine postmortale Vollmacht?
Eine postmortale Vollmacht wird erst nach dem Tod der Vollmachtgeberin oder des Vollmachtgebers wirksam. Damit können die Bevollmächtigten sofort handeln, ohne auf einen Erbschein zu warten. Das spart Zeit und verhindert Stillstand, etwa in Unternehmen oder bei Bankangelegenheiten. Aber: Es gibt auch Risiken, zum Beispiel durch möglichen Missbrauch.
Was ist das Pflichtteilsergänzungsrecht?
Viele Menschen verschenken bereits zu Lebzeiten Vermögenswerte wie Häuser oder Geldbeträge. Doch wie wirken sich solche Schenkungen auf den Nachlass aus? Genau darum geht es beim Pflichtteilsergänzungsrecht. Es sorgt dafür, dass erbberechtigte Personen ihren Pflichtteil nicht dadurch verlieren, dass das Erbe bereits zu Lebzeiten verschenkt wurde.
Was ist ein Vorausvermächtnis?
Ein Vorausvermächtnis (§ 2150 BGB) erlaubt es einer erbenden Person, zusätzlich zu ihrem Erbteil einen bestimmten Gegenstand oder Vermögenswert zuzuwenden, ohne dass dieser auf den Erbteil angerechnet wird. Damit kann der Erblasser oder die Erblasserin gezielt bestimmte Personen bevorzugen, etwa wegen besonderer Leistungen oder familiärer Verbundenheit.
Erbeinsetzung in der nichtehelichen Lebensgemeinschaft
Nichteheliche Lebensgemeinschaften, also Paare, die ohne Trauschein zusammenleben, sind heute gesellschaftlich weit verbreitet. Rechtlich gelten für sie jedoch andere Regeln als für Ehepaare. Besonders im Erbfall kann das weitreichende Folgen haben. Denn ohne Testament oder Erbvertrag erbt die Partnerin oder der Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft nichts. Umso wichtiger ist eine gezielte Vorsorge.
Erben 2.0 – der digitale Nachlass
Immer größere Teile unseres Lebens finden online statt: von der Kommunikation über die Finanzverwaltung bis hin zur eigenen Präsenz in sozialen Netzwerken. Die digitalen Spuren eines Menschen enden nicht mit dem Tod, sie bleiben, zusammen mit Verträgen, Konten und Daten grundsätzlich auch über den Tod hinaus bestehen. Doch was passiert mit ihnen? Wer darf oder […]
Die gesetzliche Zugewinngemeinschaft und ihre praktische Bedeutung für das Ehegattenerbrecht
Die Zugewinngemeinschaft ist der gesetzlich vorgesehene Regelfall für die Vermögensaufteilung zwischen Ehepartnerinnen und Ehepartnern. Besonders im Todesfall eines verheirateten Erblassers oder einer Erblasserin spielt sie eine zentrale Rolle für die Aufteilung des Nachlasses. Die genaue Unterscheidung der verschiedenen Vermögensarten – also was wem gehört – ist dabei nicht immer einfach, kann aber erheblichen Einfluss auf […]
Was ist der Unterschied zwischen einem Erbvertrag und einem gemeinschaftlichen Testament?
Ohne ein Testament oder einen Erbvertrag greift automatisch die gesetzliche Erbfolge – selbst bei Ehepaaren. Doch ein gemeinschaftliches Testament oder ein Erbvertrag ermöglicht eine gezielte Nachlassregelung. Welche Vor- und Nachteile beide Varianten haben und wann welche Form sinnvoll ist, erfahren Sie hier. Wer seinen Nachlass gemeinsam mit anderen regeln möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Allerdings ist […]
Nießbrauchrecht in Deutschland: Nutzung fremden Eigentums
Das Nießbrauchrecht ermöglicht die umfassende Nutzung eines fremden Eigentums bei gleichzeitigem Erhalt der Eigentumsrechte durch den ursprünglichen Eigentümer. Diese Regelung wird besonders in erbrechtlichen Zusammenhängen als Gestaltungsmittel verwendet, um Vermögenswerte zu übertragen und gleichzeitig die Nutzung zu sichern.