Was macht ein Nachlassgericht?
Das Nachlassgericht ist in Deutschland die zentrale Anlaufstelle für rechtliche Angelegenheiten rund um einen Erbfall. Es eröffnet Testamente, erteilt Erbscheine, nimmt Erbausschlagungen entgegen und kann bei Bedarf eine Nachlasspflegschaft oder -verwaltung anordnen. Der Gang zum Nachlassgericht ist für viele Hinterbliebene unvermeidlich – umso wichtiger ist es, die Abläufe und Fristen zu kennen.
Was ist eine Erbengemeinschaft?
Erben mehrere Personen nebeneinander, steht diesen die Nachlassverwaltung und -verteilung gemeinschaftlich zu, sofern der oder die Erblassende (der oder die Verstorbene) keine hiervon abweichende Regelung getroffen hat. Dies bedeutet in der Praxis oft, dass aus der Erben- auch eine Schicksalsgemeinschaft in Vermögensfragen wird, die in der Regel erst durch die sogenannte „Auseinandersetzung“ beendet werden kann.